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Prof. Dr. Adrian Freiherr von Dörnberg spricht zur Sicherheit in Kenia

Gerade nach den letzten Nachrichten aus Kenia (15. Juni 2014) sind viele Urlauber um ihre gebuchte Keniareise besorgt. Was Urlauber wissen und beachten sollten, das erklärt Professor Dr. von Dörnberg im Interview mit Safari Tours

Interview mit Professor Dr. Adrian Freiherr von Dörnberg (Professor an der Fachhochschule Worms für Touristik/Verkehrswesen und Mitglied des Kuratoriums der Willy-Scharnow-Stiftung)


Safari Tours: Herr Prof. Dr. von Dörnberg, wie sehen Sie die aktuelle Lage in Kenia besonders nach den Anschlägen vom 15. Juni 2014 auf den Küstenort Mpeketoni, bei dem ca. 60 Kenianer den Tod fanden?

Prof. Dr. von Dörnberg: Die Lage in Kenia beurteile ich nicht so kritisch wie die Medien. Das Risiko in diesem Reiseland ist immer punktuell, d.h. beschränkt sich auf bestimmte Orte und Ereignisse; übrigens ähnlich wie in Ägypten. Kenia ist als Land insgesamt nicht durch Unruhen gekennzeichnet. Für Mombasa und einige Küstenorte sowie bestimmte Stadtteile Nairobis ist sicher größere Vorsicht angebracht. Im Übrigen gilt: Das Land selbst trifft jetzt alle erdenklichen Vorkehrungen, damit terroristische Ereignisse sich nicht wiederholen.

Safari Tours: Sehen Sie eine Gefahr für Keniaurlauber, die ihren Urlaub in den nächsten Monaten, in der Hauptreisezeit in Kenia, antreten wollen?

Prof. Dr. von Dörnberg: Nein – wenn man die normalen Vorsichtsmaßnahmen für ein Reise trifft: Impfungen, Reiseversicherung etc.; eine Gefahr durch Terror vermag ich nicht zu erkennen; Kleinkriminalität (Diebstahl), Verkehrsunfälle sind in jedem Land ein Thema; das gehört zum sogen. normalen Lebensrisiko und hat nichts mit dem spezifischen Thema Urlaub zu tun.

Safari Tours: Auf der Website des Auswärtigen Amts steht: „Die Gefahr, Opfer eines Anschlages zu werden ist im Vergleich zu anderen Risiken, die Reisen ins Ausland mit sich bringen, wie Unfällen, Erkrankungen oder gewöhnlicher Kriminalität, vergleichsweise gering.“ Wie schätzen Sie das Risiko ein, als „normaler“ Urlauber Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden?

Prof. Dr. von Dörnberg: In der Tat sehr gering: die Wahrscheinlichkeit von einer herabfallenden Kokosnuss getroffen zu werden, ist sicher höher – also sind solche Sorgen oder gar Ängste völlig unbegründet. Natürlich sind kritische Orte zu meiden, wie bereits erwähnt. Reiseländer mit einer solchen Begründung zu meiden, ist die absolute Ausnahme: zur Zeit trifft dieses Argument sicherlich für Syrien, Afghanistan und den Irak zu.

Safari Tours: Können Sie unseren Lesern kurz den Unterschied zwischen „Reisewarnungen“ und „Sicherheitshinweisen“ des Auswärtigen Amtes erläutern?

Prof. Dr. von Dörnberg: Sicherheitshinweise machen auf besondere Risiken für Auslandsreisende aufmerksam; die gibt es z.B. auch für die Schweiz und Italien. U.a. handelt es sich dabei um Hinweise auf Kleinkriminalität, wie z.B. Handtaschendiebstahl oder „Straßenbetrug“. Reisewarnungen dagegen stellen für ein Reiseland die Ampel auf Rot. Reisen in solche Länder stellen eine erhebliches Sicherheitsrisiko dar: dies kann in politischen Umbrüchen, bürgerkriegsähnlichen Zuständen, Reaktorunfällen oder klimatischen Katastrophen begründet sein. Die Reisebüros und Veranstalter haben Zugriff auf diese Informationen des Auswärtigen Amtes und werden schon aus eigenem Interesse in solchen Fällen objektiv und zutreffend beraten. Für Kenia gibt es z. B. keine Reisewarnung – aber für Syrien, Somalia und Jemen, um einige Beispiele zu nennen.

Safari Tours: Wem können die Verbraucher vertrauen, wenn es um die Sicherheit geht?

Prof. Dr. von Dörnberg: Vertrauen können die Kunden, wie schon gesagt, den Reisebüros und den Veranstaltern, die mit der Region oder dem Reiseland besonders gut vertraut sind; das sind in der Regel Spezialisten, die auch sehr gute Kontakte in den jeweiligen Ländern haben. Falsch ist es einfach blind der Medienberichterstattung zu folgen und den dann vermeintlich richtigen Schluss zu ziehen, das Reiseland zu meiden.

Safari Tours: Warum reagieren Verbraucher so sensibel, wenn es um den Urlaub geht, wenn die von Unruhen betroffenen Regionen oft viele Kilometer entfernt voneinander liegen?

Prof. Dr. von Dörnberg: Der Kunde kann in der Regel nicht differenzieren: Ägypten oder Kenia werden pauschal von den Medien als Risikoländer eingestuft. Dass Risiken sich auf bestimmte Orte (Kairo, Mombasa) oder Ereignisse (Demonstrationen, Wahlen etc.) beziehen, wird negiert bzw. in den Überschriften nicht deutlich. Die Verbände der Reiseindustrie aber auch die Veranstalter und Reisebüros müssen hier konsequent mit einer vertrauenswürdigen, klaren und schnellen Informationspolitik gegenhalten. Das geschieht leider zu selten und der Kunde wird alleingelassen. Die Welt ist in den vergangenen Dekaden nicht unsicherer geworden, das Reiserisiko ist nicht angestiegen – nur die Wahrnehmung hat sich verändert.


Prof. Dr. von DörnbergProf. Dr. von Dörnberg ist neben seiner Lehrtätigkeit im Fachbereich Touristik/Verkehrswesen an der Fachhochschule Worms für diverse Unternehmen und Institutionen aus dem Bereich der Touristik tätig (unter anderem Lufthansa, FIRST Reisebüros und dem Verwaltungsrat der Deutschen Zentrale für Tourismus)




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