Fam. Steingrobe Neptune Palm Beach Resort und Out of Africa Safari

Ein umfassender Reisebericht zum Keniaurlaub im Neptune Palm Beach Resort und zur Out of Africa Safari von Familie Steingrobe

Mein Mann und ich haben uns bei Safari Tours für die o. g. Safari entschieden, der Kontakt mit dem Team von Safari Tours per Telefon und Mail verlief freundlich und problemlos. Wunschgemäß wurden einige Vorschläge gemacht, was Flugverbindung und Hotels anging, aus denen wir das für uns passende und ideale Komplettpaket gebucht haben, d. h. 2 Tage Strandhotel, 7 Tage Safari, 5 Tage Strandhotel.

Als Strandhotel haben wir das kleine ruhige "Neptune Palm Beach Boutique Resort" am Diani Beach ausgesucht, eine sehr gute Wahl. Das Doppelzimmer war ausreichend groß, sauber und nett eingerichtet. Die exotische Gartenanlage war schön angelegt und gepflegt, mit ausreichend Platz zwischen den einzelnen Bungalows, die Poolanlage nebst Poolbar und Liegewiese mit Meerblick hat uns auch sehr gut gefallen. Das Restaurant war erfreulich überschaubar und nett dekoriert, das Essen vielseitig und lecker und das gesamte Personal der Hotelanlage sehr freundlich. Die Bar über dem Pool lud mit bequemen Sitzmöbeln zum Relaxen, aufs Meer gucken und Cocktailtrinken ein. Wir durften als Gäste des Palm Beach alles bei den Schwesternhotels Neptun Village und Neptun Paradise nutzen, wobei die gesamte Neptun Palm-Anlage explizit nur den eigenen Gästen zur Verfügung stand.

Der weiße Strand und das Meer mit seinen zig Blau- und Türkistönen waren einfach traumhaft und luden zu Spaziergängen oder ins Wasser springen ein. Bei Ebbe war es möglich, fußläufig zu einer kleinen Sandbank zu gehen, um verschiedenfarbige Seesterne, leuchtende Seeigel, Muscheln u. ä. zu bewundern, sinnvoll sind dabei Badeschuhe.
Geduld muss man aufbringen, wenn man sich auf den Strand oder ins Meer begibt. Die Strandverkäufer bieten hartnäckig ihre Safaris, Ausflüge und Souvenirs an, bei Interesse ist Handeln angesagt. Meist sind wir Touristen eine der wenigen Einkommensquellen dieser Menschen, da sollte man geduldig bleiben, wenn man zum zigsten Mal erklären muss, dass man nichts kaufen möchte. Aber dabei bitte immer freundlich sein, das sind diese Leute auch.

Zur Safari, durchgeführt von D.M. Tours, wurden wir am Strandhotel von unserem Fahrer Patterson abgeholt, den wir nur in den höchsten Tönen loben können. Freundlich, humorvoll und umsichtig hat er uns mit seinen guten Deutschkenntnissen die Tier- und Pflanzenwelt sowie Land und Leute näher gebracht. Irgendwie hat er es immer geschafft, seinen Jeep bei besonderen Ereignissen so zu positionieren, dass wir eine besonders gute Blick- und Fotoposition erhalten haben, zudem hat er mit seinen unglaublich guten Augen Tiere entdeckt, die entweder gut versteckt oder noch weit weg waren. Oft waren wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Danke, Patterson für eine unglaublich tolle Safari.

Unsere kleine und nette Reisegruppe bestand aus 5 Personen, außer uns (63/58) waren noch eine ältere weitgereiste Fotografin und ein junges Pärchen dabei, von der Alterststruktur her wie eine Familie.
Die Nationalparks, die wir besucht haben, Tsavo East, Tsavo West, Amboseli und Masai Mara haben jeder für sich seine landschaftlichen und tierischen Besonderheiten und seine ganz eigene Faszination. Die Tierwelt war so beeindruckend, egal ob in Einzelexemplaren, in kleinen Gruppen oder riesigen Herden. Bis auf ein Nashorn haben wir m. E. alles gesehen, was auf einer Safari so möglich ist, alle Tiere aufzuzählen, würde zu weit führen.
Eindrucksvoll waren die unzähligen Elefantenherden, riesige Gnuherden, Gepardengruppen, Löwen bei der Mahlzeit, im Baum und bei der Jagdformation. Einer der Höhepunkte war ein Leopard, den wir zwar nur für einige Sekunden gesehen haben, ihn aber beim Abstieg vom Baum in ca. 15 m Entfernung bewundern konnten, nachdem wir am Vortag einen Leoparden nur schemenhaft im Gebüsch erahnen konnten.
Am Lake Naivasha entschied sich unsere Reisegruppe für die optionale Bootstour, aber davon hatten sich alle mehr versprochen. Es waren einfach zu viele Boote unterwegs, zu sehen gab es 2-3 Flusspferde in Tauchstation, Kormorane ohne Ende, Fischadler bei der Fütterung, was immer etwas fragwürdig ist, sowie Zebras und Wasserböcke, die man am Seeufer grasen sehen konnte. Interessant waren an der Booteinstiegstelle die unzähligen Marabus in den Bäumen und in Ufernähe die Fischer auf ihren Stelzenkonstruktionen.

Die Unterkünfte, abwechslungsreich zusammengestellt, boten eine interessante und tolle Mischung, jede hatte ihre Besonderheit und keine wollten wir missen. Überall waren wir zufrieden, das Personal erwies sich immer als freundlich, die Räume waren sauber, Moskitonetze vorhanden und Handtücher sowie Bettwäsche dufteten frisch.
In der Ashnil Aruba Lodge im Tsavo Est, haben wir in einer Bungalowhälfte gewohnt, die Unterkunft war ok, das Essen gut und abwechslungsreich. Die Lodge war komplett umzäunt, von der Terrasse unseres Zimmers und vom Pool hatten wir einen tollen Blick auf die zahlreichen grasenden und an einem Wasserloch trinkenden Wildtiere.

Im Severin Safari Camp im Tsavo West wohnten wir in einem großen Zelt mit Veranda, ein tolles Erlebnis mit Afrikafeeling. Zäune gab es nicht, man durfte sich nur bis zu bestimmten Punkten und auf vorgezeichneten Wegen bewegen, bei Dämmerung/Dunkelheit wurden wir vom Sicherheitspersonal begleitet. Abends grasten Zebras, Wasserböcke und Gnus in Sichtweite in der Nähe eines kleinen Wasserloches. Das Abendessen wurde á la Carte serviert und war ausgezeichnet, einen schönen Pool inmitten der Natur gab es ebenfalls.

Die Ol Tukai Lodge im Amboseli bot bei gutem Wetter einen direkten Blick auf den Kilimandscharo. Hinter dem Zaun, der die Lodge umgab, konnte man wieder, auch vom Pool aus, verschiedene grasende Wildtiere beobachten. Das Essen war sehr gut mit reichhaltiger Auswahl. Hier wurde unserer Reisegruppe, warum auch immer, die luxuriöse Villa Kibo zugeteilt, was einem satten Upgrade gleichkam. Die stilvoll eingerichtete riesige Villa mit Gemeinschaftsräumen, 3 schönen großen Zimmern mit luxuriösen Bädern, Terrassen und eigenem Garten war etwas ganz Besonderes.

In der Lake Naivasha Sopa Lodge stand uns ein sehr geräumiges Zimmer in einem 4er Bungalow zur Verfügung. Vom großen Balkon aus hatten wir einen tollen Blick auf die Zebras und Wasserböcke, die in der schönen Gartenanlage grasten. Da auch hier das Gelände offen war, wurde man bei Dämmerung/Dunkelheit vom Sicherheitspersonal begleitet, Begegnung mit Flusspferden nicht ausgeschlossen. Auch hier war das Essen sehr gut und abwechslungsreich, zur Erfrischung stand eine verhältnismäßig große Poolanlage zur Verfügung.

Unsere letzte Unterkunft war das rustikale Oloshaiki Camp, nur durch eine kleine Brücke über den Talek Fluss von der Masai Mara getrennt und von Masai bewacht. Dort haben wir 2 Nächte in einem sehr großen, hübsch ausgestatteten und dekorierten Zelt mit Veranda verbracht. Das Essen war einfach und gut. Strom gab es nur zu bestimmten Zeiten, aber es war kein Problem, alles aufzuladen. Abends konnte man in größerer Runde am Lagerfeuer vorm Restaurant zusammensitzen und nachts den Tiergeräuschen aus der Masai Mara lauschen.

Die lange und anstrengende Rückfahrt vom Oloshaiki Camp an der Masai Mara zurück zum Strandhotel nebst Transfers und Rückflug (Nairobi – Mombasa) hat bei uns fast 15 Stunden gedauert. Ein Rückflug direkt von der Masai Mara aus wäre im Nachhinein trotz Aufpreis eine Überlegung wert gewesen.
Aufgrund einer Überbuchung des Neptun Palm gab es dort kein Zimmer mehr für uns, allerdings erhielten wir zum Ausgleich die Suite im Schwesterhotel Neptun Village. Diese lag glücklicherweise ruhig, erwies sich mehr als doppelt so groß wie das eigentlich gebuchte Zimmer und war stilvoll eingerichtet und sauber. Der Service im Neptun Village war gut, der fehlende Fön und die Aufpolsterung einer zu harten Matratze, wurden innerhalb eines Tages erledigt. Ansonsten können wir zum Neptun Village nicht viel sagen, die Gartenanlage sah ebenfalls schön und gepflegt aus, die MitarbeiterInnen, denen wir begegnet sind, waren freundlich, um Restaurants und Poolanlage war es deutlich lauter und quirliger. Wir haben nur dort gewohnt, aber weiterhin das Neptun Palm genutzt.

Lohnenswert war auch ein ca. 3 stündiger Schnorchelausflug mit einer Dhow zur Robinson-Sandbank, den wir am Strand bei Kapitän Coco und Omar gebucht haben. Eine eigene Schnorchelausrüstung hatten wir dabei. Nach einer 1/2-stündigen Segeltour bis zur Robinson-Sandbank hat Coco uns beim Schnorcheln begleitet und erklärt, worauf wir achten müssen. Wir haben viele bunte Fische, farbenprächtigen Seesterne, leuchtende Seeigel, Seespinnen, schön gemusterte Muscheln und Schneckenhäuser gesehen. Auch bei der kleinen Wanderung über die Sandbank gab es einiges zu entdecken. An deren Ende wurden wir von Omar abgeholt, dann segelten wir wieder zurück zum Strandhotel.

Die 5 Strandtage im Anschluss an die Safari haben sich wie erwartet als sinnvoll erwiesen. So konnten wir uns nach der faszinierenden, aber auch etwas anstrengenden Safari noch ein wenig erholen, bevor es wieder nach Hause ging. Am Abreisetag haben Transfer und Rückflug problemlos funktioniert.
Abschließend ist zu sagen, alles war perfekt organisiert und aufeinander abgestimmt, dank Safari Tours und D. M. Tours haben wir eine unglaublich tolle und eindrucksvolle Reise erleben dürfen und ein interessantes Land mitsamt seiner Menschen kennengelernt.
Asante sana und Kwa heri
Sabine Steingrobe