Heia Safari in die Shimba Hills

Da unsere Kurzsafari in die Shimba Hills erst um 13 Uhr begann, nutzten wir die Vormittagsstunden für ein bisschen Entspannung am Strand. Das Wetter war ideal: strahlender Sonnenschein mit einer angenehmen Meeresbrise. Der Strandabschnitt an der Diani Sea Lodge ist traumhaft, sehr sauber und der schneeweiße Sand lädt zu Spaziergängen ein. Ein Motorsegler, der für Gäste Rundflüge über den Diani Beach und das Meer anbot, hatte regen Zuspruch und sorgte für Unterhaltung.

Nach dem Mittagessen ging es los. Unser Fahrer Dommy von D.M. Tours & Safaris holte uns pünktlich mit einem Safarijeep ab und bereits nach ca. 45 Minuten Fahrt erreichten wir das Eingangstor zum Shimba Hills Reservat. Für uns beide war es der erste Besuch dieses Parks.

Schon bei der Einfahrt zeigt sich das Landschaftsbild der Shimba Hills: 80% der Fläche sind dicht bewaldet. Wir waren erstaunt, dass die Fahrtpisten auch aus der roten Erde bestehen, die wir bereits vom Tsavo Ost kennen. Die roten Wege stellen einen tollen Kontrast zum Grün des Waldes, der an Regenwald erinnert, dar. Wir fragten uns, ob wir hier viele Tiere sehen, denn der Wald bietet viele Versteckmöglichkeiten.

Zuerst fuhr uns Dommy zu unserer Unterkunft für die nächste Nacht, der Shimba Hills Lodge. Wir wurden freundlich begrüßt und zu unserem Zimmer gebracht. Die Shimba Hills Lodge ist eine urige, auf Stelzen erbaute und komplett mit Holz verkleidete Baumlodge. „Oh wow, ist das toll“, kam es uns gleichermaßen in den Sinn. Wir haben zwar beide schon viele Camps und Lodges in Kenia kennen gelernt, aber Vergleichbares haben wir bisher noch nie gesehen. Die Baumlodge wurde in den Wald integriert und direkt vor der Lodge befindet sich ein großes Wasserloch.

Nach einem Nachmittagstee begann für uns die erste Erkundungsfahrt. Unser Fahrer steuerte die weniger dicht bewaldeten Flächen an. Spuren am Wegesrand (Hufspuren und Hinterlassenschaften) deuteten auf die Tiere hin. Und dann mussten wir auch gar nicht mehr lange warten: Gazellen, Buschbock, Warzenschweine, Büffel und Impalas konnten wir gut beobachten.

Dommy machte sich einen Spaß mit uns: „Habt ihr nicht die zwei Elefanten gesehen?“ „Nein Dommy“, war unsere Antwort und wir blickten irritiert in die Landschaft. Nichts. Dommy lachte und gleich darauf verstanden wir den Scherz. Hinter einem Busch stand ein grasfressendes Elefantenpaar und ließ sich von uns nicht stören. Dommy erklärte uns viel über die Lebensweise der Dickhäuter. Wir verabschiedeten uns von den beiden und machten uns auf den Weg zum Ocean View Point. Das ist eine Erhöhung, von der man einen Großteil des Shimba Hills Reservats überblicken und sogar den Diani Beach und Indischen Ozean sehen kann. Die Aussicht war grandios.

Auf der weiteren Fahrt machte Dommy plötzlich Halt, als er zwei Giraffen entdeckte, eine Mutter mit ihrem Jungtier. Blitzschnell zückten wir die Kamera und hielten die beiden fest. Hinter uns knackten plötzlich Äste und Blattwerk. Was war das? Nur wenige Meter von unserem Jeep entfernt stand der prächtige Giraffenbulle, wahrscheinlich der Papa der Familie. Nun hatten wir links und rechts tolle Fotomotive.

Kurz nach 18 Uhr hatte es unser Fahrer eilig. Die Sonne näherte sich dem Horizont und Dommy wollte den Sundowner nicht verpassen. In den Shimba Hills gibt es dafür einen Aussichtspunkt am Pengo Hill auf 448 Meter Höhe. Das sorgte für eine besondere Stimmung und war der Abschluss unserer heutigen Pirschfahrt.

Bei Ankunft an unserer Lodge war es bereits dunkel und das Wasserloch mit dem Wald im Hintergrund wurde angeleuchtet. Dass uns noch weitere Tierbeobachtungen bevorstanden, hatten wir nicht erwartet. Da war die Fütterung der Buschbabys nur ein kleiner Vorgeschmack. Mit ihren großen Augen blickten sie uns erwartungsvoll an und machten sich genüsslich über kleine Leckereien her.

Gegen halb 8 wurde unser 3-Gänge-Dinner im Restaurant serviert. Währenddessen lockte der Kellner eine Ginsterkatze mit Fleischresten an. Aus nächster Nähe konnten wir den Schmaus beobachten.

Voller Eindrücke des heutigen Tages schliefen wir mit den Geräuschen der Natur ein.

Lala Salama - Gute Nacht
Ihre Susann Ziegner und Britta Lehmann von Safari Tours