Safari Tours ist live in der Masai Mara auf Safari

Susann Ziegner und Britta Lehmann von Safari Tours berichten heute von ihrem ersten Safaritag in der Masai Mara mit der Unterkunft Oloshaiki Camp

Kenia ist und bleibt ein Safariland und auch für uns heißt es heute wieder Heia Safari. Dieses Mal haben wir eine 3-tägige Flugsafari in die Masai Mara geplant.

Pünktlich um 8 Uhr hob unser Safariflieger vom Ukunda Airstrip ab. Der kleine Flughafen befindet sich in unmittelbarer Nähe der Strandhotels am Diani Beach. Alle Gäste, die am Diani Beach Urlaub machen und bei uns eine Flugsafari in die Masai Mara gebucht haben, starten von hier aus ihre Masai Mara Flugsafari.

Nach gut zwei Stunden Flugzeit landeten wir gut und sicher in der Masai Mara, dem nördlichen Ausläufer der Serengeti in Tansania. Für die nächsten zwei Nächte haben wir das Oloshaiki Camp gewählt. Unser Fahrer wartete am Flugfeld bereits auf uns und brachte uns in das Oloshaiki Camp. Bereits auf der Fahrt dorthin sahen wir viele Tiere. Wir waren sehr gespannt auf unsere 3-tägige Safari im Masai Mara Reservat, denn im Moment ist die große Tierwanderung noch im Gange. Millionen von Gnus und Zebras befinden sich in der Masai Mara, die aber in wenigen Wochen ihren Rückweg nach Tansania antreten werden.

Im Camp angekommen, wurden wir freundlich mit einem kühlen Getränk und Erfrischungstüchern begrüßt. Das Mittagessen wurde uns auf der Terrasse unter großen Bäumen serviert. In den Bäumen konnten wir putzige Baumschliefer beobachten.

Um 16 Uhr erwarteten uns Esther und Bernard, zwei sehr erfahrene Guides vom Oloshaiki Camp zu unserer ersten Pirschfahrt. Wir konnten sofort etliche Antilopenarten, Zebras und Gnus beobachten. Unsere Fahrt führte uns weiter in das Masai Mara Reservat, wo uns nur kurze Zeit später das erste große Highlight erwartete. Fünf Gepardenbrüder lagen unmittelbar am Wegesrand und dösten vor sich hin. Geparden sind oft Einzelgänger oder schließen sich in Teams von zwei Tieren zusammen, aber fünf Gepardenbrüder zusammen, das ist eine Seltenheit. Die Fünf haben ein ausgeklügeltes Jagdsystem entwickelt, von dem wir uns kurz darauf überzeugen konnten.

Denn von einem Moment auf den anderen setzten sich die Fünf in Bewegung und gingen ruhig in Richtung einer Herde von Gnus. Es hatten sich ein paar Jeeps versammelt, die ebenfalls die Geparden als Beobachtungsziel gewählt hatten. So standen ein paar Jeeps zwischen den Geparden und den Gnus. Blitzschnell sprintete der erste Gepard los, jagte durch die Landcruiser durch und verbiss sich in einem jungen Gnu. Wir konnten kaum fassen, was wir da sahen. Vor unseren Augen spielte sich ein wilder Überlebenskampf ab. Der Gepard hatte sein Maul im Hals des Gnus. Aber das Gnu kämpfte mit aller Macht ums Überleben und stieß klagende Laute aus. Plötzlich ließ der Gepard ab und das Gnu-Junge rammte mit voller Wucht seine kurzen und spitzen Hörner dem Gepard entgegen. Der taumelte zurück und ließ sich ermattend ins Gras fallen.

Die anderen Gepardenbrüder nutzten den Moment und packten nun in Zusammenarbeit das Gnu. Nun hatten sie es erlegt und das Fleisch würde sie für heute sättigen. Wir wollten sie in Ruhe fressen lassen und entfernten uns von dem Schauspiel, zumal weitere Jeeps kamen.

Was für ein Erlebnis! Und wir waren bei der Jagd dabei. Das war eine beeindruckende Erfahrung.

Als wir weiterfuhren meinte Esther: „Mal sehen, ob wir einen Leoparden sehen.“ Ob das gelingt? Leoparden sind scheue Einzelgänger. Um sie zu sehen, braucht es schon viel Glück und einen erfahrenen Guide. Daher wussten wir, dass man nicht zu viel erwarten sollte. In einer Ebene mit viel Baum- und Buschwerk angekommen, fuhr Esther sehr langsam. Hier könnte der Leopard sein. Und tatsächlich auf einem Baum konnten wir seine Beute entdecken, die er dort in Sicherheit gebracht hatte. Er musste ich also in der Nähe aufhalten. Ein paar Meter pirschten wir uns mit dem Jeep durch die Büsche und dann sahen wir den Leoparden. Ein Weibchen, wie uns Bernhard erklärte. Der Leopard streifte durch das Dickicht, aber wir konnten ihn zeitweise gut sehen. Doch dann verschwand er im dichten Holz. Aber wir hatten tolle Schnappschüsse von diesem schönen und eleganten Tier gemacht.

Nach dieser Beobachtung nahm Esther den Rückweg auf und wir konnten noch ein tolles Foto vom Sonnenuntergang in den schönsten Rottönen machen.
Es war dunkel als wir das Camp erreichten. Das Abendessen war fast fertig und die Tische liebevoll eingedeckt.
Nach dem Dinner ließen wir den Tag am Lagerfeuer ausklingen. Erst war nur das Knacken des Feuers zu hören, als wir ungekannte Klapp-Geräusche vernahmen. Wir fragten einen Camp-Angestellten, wer der Verursacher dieser Geräusche war und er zeigte mit seiner Taschenlampe auf einen der Baumschliefer. Das diese kleine Kerle solche Laute von sich gaben, hätten wir nicht gedacht.

Wir sind gespannt auf den morgen Tag, den wir wieder in der Masai Mara verbringen werden.
Bis dahin, viele Grüße