Sören Reh berichtet vom 2. Safari-Tag in der Masai Mara

Sören Reh von Safari Tours berichtet heute von seinem zweiten Tag in der Masai Mara. Lesen Sie hier von seinen Erlebnissen und sehen Sie seine Bilder:

Heute ist mein 2. Safari-Tag in der Masai Mara. Am gestrigen späten Nachmittag hatte ich mich mit meinen Safariteilnehmern im Jeep und unserem Fahrer Ruben verständigt, sehr früh, um 06.30 Uhr, bis zur Mittagszeit auf Pirschfahrt zu gehen. Das bedeutete, dass wir das Frühstück in der Masai Mara einnahmen. Nach dem zeitigen Wecken um 05.30 Uhr und einer Tasse Tee im Magen hieß es Heia Safari. Trotz der frühen Morgenstunden war ich hell wach. Alle Safari-Teilnehmer saßen pünktlich im Jeep und wir verließen das Mara Intrepids Camp.

Als erstes begrüßten uns wieder die vielen Warzenschweine, einige Zebras und eine Elefantenherde von 7 Elefanten. Dann sollten wir auf die ersten Löwen des Tages treffen. Zwei junge Löwen streiften im hellem Morgenlicht durch die Savanne, als wir in der Ferne den ersten Heißluftballon sahen. Insgesamt sollten es an diesem Tag 3 Ballons sein, die wir zu Gesicht bekamen. Wir setzten unsere Pirschfahrt fort und eine Vielzahl von Giraffen stand am Wegesrand. Weiter erblickten wir viele Gazellen und Antilopen sowie eine große Büffelherde.

Nun war es Zeit für das Frühstück direkt am Mara Fluss. Unser Fahrer richtete es auf der Kühlerhaube unseres Jeeps auf einer Masai Decke für uns an. Bevor wir zum Essen kamen mussten wir erst die Hippos im Mara Fluss fotografieren. Es waren um die 50 Flusspferde, die auf und ab tauchten. Besonders eindrucksvoll ist es, wenn sie gähnen. Nach dem Frühstück setzten wir unsere Pirschfahrt fort und sahen gleich wieder zwei große Löwen, die sich an einem Wasserbock satt aßen. Wir hörten es knacken und schmatzen. Sichtlich genussvoll verspeisten sie das erlegte Tier. Auf der weiteren Fahrt sahen wir noch eine große Pavianherde und der Pavianboss posierte vor unserem Jeep.

Ein größeres Löwenrudel, welches schlafend unter einigen Büschen lagen, war unser nächstes Highlight. Es waren mehr wie 10 Löwen. Einer der Löwen stand plötzlich auf, streifte durch einen Busch um unseren Jeep herum und legte sich in bedrohlicher Pose direkt vor mein Fenster. Unser Fahrer sagte: "Bitte hinsetzen!", und wir folgten zugleich seinen Anweisungen. Da ich den besten Platz hatte, Auge in Auge mit dem Löwen, klickte meine Kamera immerzu. Er stand bzw. hockte gespannt nur 1,5 Meter von mir entfernt. Das war ganz schön aufregend. Als die Lage sich beruhigt hatte, fuhren wir weiter durch die Weiten der Masai Mara.

Drei weitere Löwen lagen nach einer Biegung faul im Gras. Heute war unser Löwen-Tag auf der Masai Mara Safari. Weiter ging es wieder am Mara Fluss entlang und durch die Savanne. Jetzt war es schon 10.00 Uhr und die Sonne stand schon recht hoch, so dass wir unsere warme Kleidung ablegten. Frühmorgens kann es in der Masai Mara bis 10 Grad kalt sein und am Tag steigen die Temperaturen auf 30 Grad.

Wir fuhren schon wieder Richtung Mara Intrepids Camp als mein persönlicher Wunsch erfüllt wurde. Eine Löwin lag in ca. 8 Meter Höhe faul auf einem Felsen. Wir machten unsere Fotos, fuhren ein paar Meter und vor uns im Gras lagen weitere zwei Löwen. Plötzlich entdeckte unser Fahrer Ruben ein Löwenbaby. Dann sah ich erst die kleinen Ohren, die aber sofort wieder verschwanden. Mist! Aber so neugierig wie Babys nun mal sind, tauchte der kleine Löwe wieder auf und schaute, seinen Kopf über den Felsen ragend, zu uns rüber. Und dann tauchten zwei weitere Ohren und immer mehr ein weiteres Löwen Baby auf. Dann noch eins und noch eins. Insgesamt 4 Löwen-Babys bekamen wir auf dem Felsen zu sehen. Einfach klasse. Das war zum Ende unserer 5-stündigen Pirschfahrt das Erlebnis des Tages. Völlig glücklich fuhren wir ins Intrepids Camp zum Mittagessen.

Bis zum Essen hatten wir noch eine Stunde freie Zeit. Diese nutzten wir, um ein kühles erfrischendes Bad im Pool des Intrepids Camp zu genießen. Nach dem Mittagessen ging es 15.30 Uhr wieder in die Wildnis der Masai Mara. Bei einer Kenia Safari in den frühen Morgenstunden und in den späteren Nachmittagsstunden sind die Lichtverhältnisse für besonders schöne Fotos am besten. Vergessen Sie nie die Akkus ihres Fotoapparates aufzuladen, denn es wäre sehr schade, wenn Sie die vielfältige Tierwelt nicht einfangen können.

Nach Verlassen des Camps kamen uns gleich wieder eine Familie Warzenschweine entgegen die sichtlich unter der Nachmittagshitze litten. Auf einer Safari in der Masai Mra ist es manchmal so, dass man eine ganze Zeit lang kein Tier zu Gesicht bekommt. So war es auch diesmal wieder. Und dann, nur einen kleinen Hügel weiter, standen circa 300 Zebras faul im Gras. Unbeschreiblich. In der Ferne sahen wir wieder einige Elefanten unentwegt fressen.

Wir fuhren durch einen kleinen Flusslauf und unmittelbar danach standen wieder einige Giraffen vor uns und Wasserböcke spitzten die Ohren. Auch wenn mal weniger Tiere zu sehen sind, ist die Landschaft einzigartig. Immer wieder erblickten wir die schönen Schirmakazien. Nun war es aber Zeit, kurz vor der Dunkelheit ins Mara Intrepids Camp zurückzufahren. Sehr zufrieden ließen wir die untergehende Sonne auf uns wirken. Im Camp zurück nahmen wir noch am Talek River einen Sundowner-Cocktail und machten uns danach frisch für das Abendessen. Und danach hieß es Lala Salama ... gute Nacht.

Tschüß aus der Masai Mara
sendet Sören Reh von Safari Tours