Sören Reh auf Truck-Safari im Tsavo Ost

Sören Reh von Safari Tours keniareisen.de hat an der neuen Tsavo Ost Truck-Safari teilgenommen und in der Ashnil Aruba Lodge übernachtet. Lesen Sie hier seinen Bericht:

Jambo von meiner Safari aus dem Tsavo Ost Nationalpark

Diesmal hatte ich die Möglichkeit, eine neue Art der Safari im Tsavo Ost Nationalpark zu testen. Und zwar wurde die Safari mit einem neuen Safaritruck durchgeführt. Der langjährige Partner von Safari Tours, Denis Moser von DM Tours & Safaris, hat einen Lastwagen zu einem komfortablen Safaritruck umgebaut. Damit wird, wöchentlich montags, eine 2-tägige Einsteigersafari in den Tsavo Ost Nationalpark für nur 199,- EUR pro Person im Doppelzimmer durchgeführt. Das wollte ich unbedingt testen.

Am zeitigen Morgen um 7.00 Uhr holte mich ein Transferfahrer von DM Tours von meinem Hotel, dem Leopard Beach Resort, pünktlich ab und ich fuhr zum Baharini Shoppingcenter. Dort stand der große Safaritruck und weitere Gäste, die diese Safari gebucht hatten. Es ging auch gleich los.

Katana, unser Guide, stellte sich in einem sehr guten Deutsch vor, begrüßte uns und stellte unseren Fahrer Daniel vor. Unser Ziel war der Tsavo Ost Nationalpark.

Auf dem Hinweg nahmen wir "die Straße" über die Shimba Hills, die wir nach einer Stunde erreichten. Die nächsten 2 Stunden Fahrt waren sehr huckelig. Aber durch die komfortablen breiten Sitze mit hoher Lehne war die Fahrt gut zu ertragen. Danach ging es auf die Straße Richtung Nairobi und nach einer kleinen Pause bei einem Curio Shop sowie einer weiteren kurzen Fahrtzeit kamen wir am Buchame Gate des Tsavo Nationalparks an.

Gleich folgte die erste Pirschfahrt im Park und zur Begrüßung stand ein mächtiger roter Elefant, mit nur noch einem Stoßzahn, seitlich vor uns.
Aus meinen Augenwickeln sah ich zwei sehr seltene Giraffengazellen und rief sogleich STOP. Nach 20 Metern kam der Truck zum Stehen, der Rückwärtsgang wurde eingelegt und wir fuhren die paar Meter zurück. Da standen sie und wie ihre großen Namensgeber reckten Sie den Hals und bedienten sich am frischen Grün der Büsche.
Die ersten Bilder wurden gemacht. Auf der weiteren Fahrt begegnete uns eine Straußenfamilie, eine Herde Zebras, Thomson Gazellen und Kuhantilopen.
Was mir gleich auffiel war, dass man von dem hohen Safaritruck eine tolle Sicht über die Weiten des Tsavo Ost Nationalpark hatte.
Jetzt war es aber an der Zeit die Fahrt zu unserer Unterkunft, der Ashnil Aruba Lodge, in Angriff zu nehmen. Dort checkten wir ein, bezogen unsere einfach eingerichteten Zimmer und begaben uns zum späten Mittagessen. Unser Guide sagte uns zuvor, dass wir um 04.00 Uhr zur nächsten Pirschfahrt aufbrechen.

Und pünktlich hieß es wieder Heia Safari. Wir fuhren aus der Ashnil Aruba Lodge raus, drehten eine kleinere Runde. Zur Orientierung diente ein abgestelltes kleines Safariflugzeug. Aber in dieser Richtung erblickten wir keine Tiere und so fuhren wir wieder an der Ashnil Aruba Lodge vorbei in eine andere Richtung.
Wir pirschten in langsamer Fahrt mit unserem Safari Truck durch die Savanne.

Direkt am Wegesrand stand eine mittelgroße Giraffe und bediente sich am durch spitze Stacheln geschütztes Grün eines Busches. Wir konnten auf 2 Meter an das prächtige Tier heranfahren, ohne dass sie sich stören ließ. Nach vielen Fotos fuhren wir weiter und konnten auch noch zwei scheue Dikdiks entdecken.

Und so streiften wir weiter durch den Tsavo Park auf der Suche nach weiteren Tieren. Da der Tsavo Nationalpark der größte Kenias ist, haben die Tiere auch viel Raum, um sich zu verstecken. Aber die Landschaft mit einzelnen Schirmakazien sowie die Weite des Tsavo ist auch sehr sehenswert.

Es schien so, als versteckten sich alle Tiere vor uns. Als wir in der Ferne einige Safarifahrzeuge, alle zusammenstehend, sahen, dachte ich mir, dort muss es was Interessantes zu Beobachten geben. Ich hoffte auf Raubkatzen. Nach 5 Minuten Fahrt kamen wir näher und durch die Höhe des Safaritrucks begünstigt, erblickte ich einen Gepard. Wir fuhren näher heran und sogleich legte sich der Gepard, ohne auf meine Wünsche Rücksicht so nehmen, ins hohe Gras. Ich hatte kaum zwei Fotos geschossen. Wir waren wohl zu spät angekommen.

Aber meine Erfahrung sagte mir, etwas Geduld zahlt sich manchmal aus. Ich bat unseren Guide Katana hier stehen zu bleiben und zu warten. Durch die Größe des Safaritrucks war es möglich, im Truck hin und her zulaufen, umso von verschiedenen Positionen aus das Grasland zu beobachten. Mit unserem Truck waren es noch 8 Safarifahrzeuge, die warteten.
Und dann sahen wir erst ein Ohr, dann einen Kopf und zum Glück stand der Gepard jetzt in seiner ganzen Schönheit 30 Meter seitlich im Gras. Im gleichen Moment hörte ich aus dem Truck die Worte: „Dort ist noch einer“. Wow, zwei Geparden. Ich freute mich sehr und machte viele Fotos.

Jetzt wurde es aber noch besser: Zwei weitere Geparden gaben ihre Deckung auf und liefen stolz über die Savanne. 4 Geparden auf einmal hatte ich bisher nur in der Masai Mara gesehen. Und nun im Tsavo Ost Nationalpark. Für mich war die Safari bereits jetzt ein voller Erfolg und ich war sehr zufrieden.
Nun wartete ich auf das beste Fotomotiv und tatsächlich stellten sich zwei Geparden nebeneinander und so entstand mein bestes Foto auf dieser Safari.

Diese Begegnung mit 4 Geparden war das Highlight meiner Safari.

Nach diesem schönen Erlebnis fuhren wir langsam wieder zurück in die Ashnil Aruba Lodge zum Abendessen und zur Übernachtung. Ich freute mich schon jetzt auf den nächsten Safaritag.

Am nächsten Morgen starteten wir nur mit einem Schluck Tee im Magen um 06.00 Uhr auf unsere Frühpirsch. Wieder fuhren wir am abgestellten Safariflugzeug vorbei in die Savanne und drehten in langsamer Fahrt unsere Runde. Ich freute mich darauf noch Löwen zu sehen. Aber diese Raubkatzen wollten sich einfach nicht blicken lassen. Auf meinen letzten 4 Safaris in den Tsavo Nationalpark hatte ich immer das Glück, Löwen zu sehen. Aber diesmal „nur“ die 4 Geparden.

Da sich wenig Tiere so früh am Morgen zeigten, fuhren wir schon 07.30 Uhr zurück zur Ashnil Aruba Lodge zum Frühstück, um danach noch eine längere Pirschfahrt zu unternehmen.
Nach dem Frühstück checkten wir aus und los ging es wieder um kurz vor 09.00 Uhr zu den wilden Tieren des Tsavo Ost Nationalparks. Auf dieser Pirschfahrt sahen wir wieder viele Tiere, aber hatten doch nicht so viel Glück wie am vergangenen Nachmittag. Giraffen, Büffel, Gazellen und Antilopen sowie einige Elefanten in der Ferne waren die einzigen Tiere an diesem Vormittag.

Unsere Fahrt führte uns in Richtung Voi Gate, wo wir auch den Park verließen. Da es in der freien Natur keine Garantie gibt, war ich mit meinen Tierbeobachtungen sehr zufrieden.

Wir fuhren auf der Straße Richtung Mombasa für ca. 1 Stunde, legten dann eine Pause für das organisierte Mittagessen ein, um danach über Mombasa, über die Likoni Fähre wieder zurück an die Südküste zu fahren. Zu diesen Nachmittagsstunden ist sehr viel Verkehr in Mombasa und die Rückfahrt dauerte inklusive Mittagspause 5 Stunden. Aber auch nochmal das Leben auf den Straßen Mombasas zu sehen, ist sehr Interessant. Auf der Hinfahrt und Rückfahrt zur Safari erzählte uns unser Guide Katana vieles über Kenia, über Land und Leute. Um 17.30 Uhr waren wir wieder am Baharini Shoppingcenter und verabschiedeten uns mit einem Trinkgeld von unserem Guide und unseren Fahrer, der uns sicher durch den Verkehr in Mombasa gefahren hatte.

Das waren meine Erlebnisse auf der Trucksafari in den Tsavo Nationalpark.

Kwaheri bis bald, Sören Reh für Sie in Kenia unterwegs.